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Umweltschützer wollen Katzen den Freigang verbieten

Umweltschützer haben Haustieren den Kampf angesagt: Wenn es nach 2 niederländischen Juristen ginge, dann soll den Hauskatzen der Freigang verboten werden. Hauskatzen sind jedes Jahr verantwortlich für den Tod von Millionen Reptilien, Vögeln und kleineren Säugetieren. Mittlerweile sollen, so heißt es in einem Gutachten, ganze Arten durch die „Schmusekätzchen“ bedroht sein. Doch die größte Bedrohung für die Umwelt bleibt nach wie vor der Mensch. Warum also sollen Katzen eingesperrt werden, während Menschen sich weiterhin frei bewegen können?

Seit der Antike erfreut sich der Mensch an den Samtpfoten. Doch Katzen sind gnadenlose Jäger. Aus diesem Grunde wollen 2 Professoren aus den Niederlanden die Hauskatzen einsperren und berufen sich dabei auf EU-Richtlinien. Laut einem Gutachten, welches im „Journal of Environmental Law“ veröffentlicht wurde, heißt es: „Die Raubzüge der Katzen durch die Nachbarschaft könnten illegal sein“.

 

CC0 1.0 / pexels.com / Tookapic

Die Professoren, Trouwborst und Somsen, berufen sich dabei auch die Vogelschutzrichtlinie der EU und deren Flora-Habitat-Richtlinie. Diese besagt, dass heimische Arten zu schützen sind. Katzen würde nicht darunterfallen, da diese bereits vor Jahrtausenden im Nahen Osten domestiziert wurden und 3370 Arten bedrohen. Weiter wird ausgeführt, dass nur die Katze unbeaufsichtigt draußen herumspaziert. Soll das jetzt heißen, dass Katzen nur noch an der Leine zu führen sind? Leinenpflicht für Katzen?

 

Vogelschützer Lars Lachmann, des deutschen Naturschutzbundes NABU, räumt allerdings ein, dass Katzen vor allem „in unmittelbarer Nähe menschlicher Siedlungen ein ernst zu nehmender Faktor, der partiell zu einem Rückgang von Vogelpopulationen führen kann“, sein könnten. Also doch lieber ein Ausgehverbot? Auch in Australien und Neuseeland wurde diese Debatte bereits geführt. In Australien gelten verwilderte Hauskatzen bereits als massive Bedrohung der heimischen Vogelarten. Die EU hat bereits reagiert und ein Sprecher aus Brüssel meinte dazu lediglich, dass man keinesfalls das Recht auf Freizügigkeit innerhalb der Europäischen Union beschränken wolle: „Das gilt auch für Katzen.“

 

Wenn es nun nach den EU-Richtlinien geht und heimische Arten geschützt werden müssen, dann sollte Störche, Reiher, Adler und Bussarde Flugverbot bekommen. Dann dürfen auch keine Windkraftanlagen gebaut werden, denn da finden jährlich 100.000 Vögel und Fledermäuse ihr Ende an den Rotorblättern. Ebenso Millionen von einheimischen Insekten. Es mutet wirklich etwas seltsam an, womit sich die EU so zu beschäftigen hat.

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