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EU-Hilfsgelder flossen direkt in die türkische Wirtschaft

Im Zuge des Bargeldprogramms Emergency Social Safety Net (ESSN) stelle die Europäische Union (EU) den Migranten in der Türkei etwa 1,3 Milliarden Euro bereit. Laut dem Welternährungsprogramm (WFP) sind die EU-Hilfsgelder direkt in die türkische Wirtschaft geflossen.

Nun will der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan die Europäische Union (EU) zur Zahlung weiterer Hilfsgelder zwingen. Schließlich hat die Türkei unter anderem vom Bargeldprogramm (ESSN) der EU sehr profitiert. Der österreichische Standard berichtete unter Berufung auf das Welternährungsprogramm (WFP), dass bisher gezahlte 1,3 Milliarden Euro direkt in die türkische Wirtschaft geflossen sind.

 

Publik Domain (CC0) / static.kremlin.ru

Ein großer Teil der in der Türkei lebenden Migranten, bei denen es sich hauptsächlich um syrische Flüchtlinge handelt, hat seit 2017 EU-Hilfsgelder in Höhe von insgesamt 1,3 Milliarden Euro erhalten. Die Finanzleistungen wurden mit Hilfe von Geldkarten ausgezahlt. Die Migranten bezahlten damit unter anderem Nahrungsmittel, Miete und andere Dinge. Das ganze Geld sei praktisch in die türkische Wirtschaft geflossen, heißt es im Standard. Die Türkei hat somit massiv von den Flüchtlingen, zu deren Vertreibung sie mit ihrer aggressiven Außenpolitik beigetragen hat, wirtschaftlich profitiert. Gerüchten zufolge benötigt die türkische Regierung nun mehr Geld, um ihren Angriffskrieg in Syrien zu finanzieren. Vor diesem Hintergrund forderte Erdoğan, dass in Zukunft direkt an die türkische Regierung gezahlt werden soll.

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